Die traditionelle Heilpflanze weist viele Nährstoffe und gesundheitsfördernde Substanzen auf
Die Ägypter glaubten, die Aloe verleihe ewige Schönheit und Unvergänglichkeit. Die alten Chinesen verehrten das Liliengewächs wie einen Gott. Jahrhunderte lang gehörte die Aloe vera in jede Küche, denn Brandwunden wurden mit einem abgebrochenen Blatt der Pflanze eingerieben. In den letzten Jahren ist aus dem unscheinbaren Gewächs eine Kultpflanze geworden. Wer den umfangreichen Werbeschriften der Anbieter glauben schenken möchte, kann den Pflanzensaft oder ein Gel bei nahezu allen Erkrankungen erfolgreich einsetzen. Sie sollen sogar bei der Behandlung von Migräne wirksam sein, so die Aloe-Anhänger.
Außerdem ist die kaktusähnliche Pflanze reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Darüber hinaus sollen sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel Saponine, Flavonoide, ätherische Öle und Gerbsäuren eine antimikrobielle, antioxidative und das Abwehrsystem stärkende Wirkung entfalten, die sogar Krebs vorbeuge. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Aloe vera-Saft den Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte senkt. Außerdem konnte in Studien ein positiver Effekt bei Herpesinfektionen im Genitalbereich und bei Schuppenflechte gezeigt werden. Die Ergebnisse zur Wundheilung waren allerdings widersprüchlich. Auch die Frage, ob Aloe vera Migräne-Patienten von ihrer Last befreien kann, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt. Betroffene können sich in diesen Fällen frei nach dem Motto entscheiden: "Ich weiß nicht, ob es hilft - schaden kann es nicht." Deutsches Grünes Kreuz e.V.
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