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Kein Knoblauch vor Operationen Drucken E-Mail
Vor chirurgischen Eingriffen sollten Patienten keinen Knoblauch essen. Dessen Wirkstoffe verlängern die Blutungs- und Gerinnungszeit.

Knoblauch-Liebhaber neigen bei Operationen zu stärkeren Blutungen. Dies berichtete Prof. Scott Dinehart der University of Arkansas in Little Rock auf der 61. Jahrestagung der American Academy of Dermatology. Vor größeren Operationen sollten Patienten daher sieben bis zehn Tage auf die wirkungsstarke Knolle verzichten. Bei kleineren chirurgischen Eingriffen sieht der Wissenschaftler hingegen keine Probleme.
Die Knoblauch-Wirkstoffe Ajoene und Methylallyltrisulfid hemmen - abhängig von der zugeführten Dosis - die Verklumpung der Blutplättchen. Alliin, Cycloalliin, S-Methyl- und S-Propylcystein verstärken den Abbau von Fibrin, einem netzartigen, klebrigen Eiweißmolekül zur Abdichtung von beschädigten Blutgefäßen. Vermutlich ist die Wirkung von Knoblauch sogar noch größer als die von Acetylsalicylsäure (ASS) beziehungsweise erhöht dessen gerinnungshemmenden Effekt, wenn beides zusammen eingenommen wird.
Auch andere Kräuter und Heilpflanzen erhöhen die Gefahr von Blutungen. Prof. Dinehart warnt in diesem Zusammenhang zum Beispiel vor Ginkgo, Ingwer, Ginseng, Lakritz, Heidelbeere, Kamille, Chilipfeffer, Papaya und Arnika.

Deutsches Grünes Kreuz e.V.

 

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