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Arteriosklerose - Vorbeugen mit Naturheilmitteln Drucken E-Mail
Neben dem Einsatz von Medikamenten können natürliche Heilmittel wie Artischocke, Knoblauch und Indische Flohsamenschalen das Fortschreiten der Arterienverkalkung verhindern.

Knoblauch - eine uralte Medizin
Knoblauch wird seit 5.000 Jahren arzneilich genutzt.
Die Zwiebel hat es in sich: Ihre wichtigsten lnhaltsstoffe sind das geruchlose, schwefelhaltige Alliin und das Enzym Alliinase. Wird eine Knoblauchzehe verletzt, verwandelt die Alliinase das Alliin in das geruchsintensive Allicin, das den typischen Knoblauchduft verströmt. Die für die Gesundheit günstigen Wirkungen des Knoblauchs sind auf das Allicin und daraus gebildete schwefelige Umsetzungsprodukte zurückzuführen. Allicin senkt die Blutfette und erhöht die Fließfähigkeit des Blutes. Einige seiner Folgeprodukte wirken antibakteriell oder entzündungshemmend.

Hinsichtlich der Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem hat Knoblauch gleich mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Seine Inhaltsstoffe beeinflussen zum Beispiel den Blutfettspiegel, indem Cholesterin und Triglyceride gesenkt werden. Die schwefeligen Verbindungen des Knoblauchs verbessern sogar die Zusammensetzung des Cholesterins: Das gute HDL-Cholesterin steigt an, das schlechte LDL-Cholesterin wird verringert. Von Knoblauchpulver weiß man, dass es das Cholesterin nicht nur schneller abbaut, sondern auch dafür sorgt, dass in der Leber weniger Cholesterin gebildet wird.

Knoblauch wirkt sich aber auch positiv auf den Blutdruck aus, da er die Blutgefäße erweitert und als natürlicher Blutverdünner die Fließeigenschaften des Blutes insgesamt verbessert. Seine Wirkstoffe verhindern die ansonsten fortschreitende Verdickung der Blutgefäße und beugen somit auch gefährlichen Arterienverschlüssen, zum Beispiel im Herzen, in der Lunge oder im Gehirn vor.

Die regelmäßige Einnahme der Knoblauch-Präparate vorausgesetzt tragen die gesundheitsfördernden Wirkungen wesentlich dazu bei, Herz-Kreislaufbeschwerden zu verringern. Knoblauch-Fertigpräparate findet man in großer Auswahl in Apotheken. Bei frischem Knoblauch erreicht man eine therapeutisch wirksame Dosis durch den täglichen Verzehr von 1-2 Zehen.

Artischocke - bringt den Fettstoffwechsel in Schwung
Die Artischocke stammt aus dem Mittelmeergebiet. Hier schätzt man sie seit Jahrhunderten nicht nur als kulinarische Delikatesse, sondern kennt auch ihren gesundheitsfördernden Wert. Die Blütenhüllblätter und der Blütenboden werden als Gemüse verzehrt, zur arzneilichen Nutzung werden aber vorwiegend die grünen Blätter und Wurzeln verarbeitet, da ihr Wirkstoffgehalt höher ist. Ihre lnhaltsstoffe lindern vor allem Verdauungsbeschwerden wie Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Blähungen, die auf eine gestörte Fettverdauung zurückzuführen sind.

Der zu hohe Fettverbrauch ist nach wie vor eines der größten Ernährungsprobleme. Mit durchschnittlich 105 g pro Tag liegt er mehr als 20 Prozent über dem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Richtwert (80 g). Die Folge dieses erhöhten Fettkonsums zeigen sich nicht nur in einer deutlichen Gewichtszunahme, jahrelange fettreiche Ernährung kann zu unterschiedlichsten Verdauungsbeschwerden führen, Gallensteine können sich bilden, eine Fettleber kann sich entwickeln und der Cholesterin- und Blutfettspiegel steigt.

Wenn eine fettarme Diät nicht ausreicht, um Verdauung und Stoffwechsel zu normalisieren, kann die heilende Wirkung der Artischocke helfen. Ihre lnhaltsstoffe (Bitterstoffe, Flavonoide u. a.) fördern den Gallenfluss und verbessern damit die Fettverdauung im Darm. Durch die Steigerung der Gallensekretion wird das Cholesterin verstärkt in den Darm abtransportiert. Vor allem auf überhöhte Blutfettwerte über 260 Milligramm/Deziliter kann sich die Einnahme von Artischocken- Präparaten positiv auswirken. Ihre Wirkstoffe verringern das Cholesterin und die Triglyzeride bis zu 15 Prozent.

Die Artischocke besitzt jedoch noch andere gesundheitsfördernde Eigenschaften Die lnhaltsstoffe üben antioxidative Effekte aus, die zum Schutz der Blutgefäße und der Leberzellen beitragen können. Denn nicht nur der übermäßige Fettkonsum schadet der Leber auf Dauer. Im Fett sind häufig auch allerlei Umweltgifte gelöst, die der Leber gefährlich werden können. Manche tragen zur Bildung von so genannten freien Radikalen bei, das sind aggressive Verbindungen, die Zellbestandteile oxidieren können und sie dadurch funktionsunfähig machen. Artischockenblätterextrakt kann diesen Vorgang verhindern und so die Leberzellen schützen. Die freien Radikale können auch das schlechte LDL-Cholesterin so verändern, dass es sich an den Gefäßwänden ablagert und die Arterien "verkalken". Die Wirkstoffe der Artischocke schützt das LDL-Cholesterin vor dieser Oxidation und kann so der Bildung von arteriosklerotischer Plaques vorbeugen.

Nicht nur die Verdauung wird also verbessert, auch die Blutgefäße werden geschützt. Artischocken-Extrakte können somit einen wesentlichen Beitrag zur Vorbeugung von Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall leisten.

Indische Flohsamenschalen (Plantago-ovata-Samenschalen = Psyllium)
Beim Indischen Flohsamen handelt es sich um eine in Indien beheimatete Spitzwegerichart; einjährige Gräser mit einer Höhe von 10 bis 15 cm, die auf unfruchtbaren und steinigen Böden gedeihen.
Bisher wurden Indische Flohsamenschalen hauptsächlich bei chronischer Verstopfung, Reizdarm und unterstützend bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen angewendet.
Der Ballaststoffgehalt der Samenschalen - insgesamt 86% - besteht zu 71% aus löslichen und zu 15% aus nicht-löslichen Ballaststoffen, die im Darm sehr stark quellen. Diese Quellstoffe senken den Cholesterinspiegel deutlich, indem sie den so genannten "enterohepatischen Kreislauf" der Gallensäuren unterbrechen. Unter "enterohepatischem Kreislauf" versteht man folgendes:
Die Gallensäuren werden in der Leber u.a. aus Cholesterin synthetisiert, gelangen mit der Gallenflüssigkeit über die Gallenblase in den Darm und sind dort für die Fettverdauung unerlässlich. Anschließend werden die Gallensäuren im Darm wieder zum großen Teil resorbiert und gelangen auf dem Blutwege zurück in die Leber.

Die Wirkung der wasserlöslichen Ballaststoffe beruht nun darauf, dass im Dickdarm durch den bakteriellen Stoffwechsel kurzkettige Fettsäuren (Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure) gebildet werden und den pH-Wert im Darm absenken. Dadurch werden die Gallensäuren unlöslich und deshalb mit dem Stuhl ausgeschieden. Sie entgehen somit der Rückresorption. Um diesen Verlust auszugleichen, müssen in der Leber neue Gallensäuren aus Cholesterin gebildet werden, wodurch der Cholesterinspiegel im Blut sinkt.
In Studien sank der LDL-Spiegel um bis zu 20 Prozent.
Um diesen gewünschten Effekt zu erzielen, sollten die Plantago-ovata-Samenschalen 3mal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen werden, jeweils 5g aufgelöst in einem Glas Wasser.

Lesen Sie auch:

Arteriosklerose - Gefahr für Herz und Kreislauf
Arteriosklerose - Risikofaktoren erkennen und begegnen Teil 1
Arteriosklerose - Risikofaktoren erkennen und begegnen Teil 2
Arteriosklerose - wie kann man vorbeugen?


 

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