Ein erhöhter Cholesterinspiegel gilt als zentraler Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall.
Kommen jedoch noch weitere Risikofaktoren hinzu, so steigt die Gefahr sprunghaft an: Bei einem Cholesterinspiegel von 260 mg/dl steigt das Infarktrisiko um das Dreifache. Wird zusätzlich geraucht, liegt das Risiko fünfmal höher als bei gesunden Personen ohne Risikofaktoren. Kommen noch weitere Risikofaktoren wie ein niedriges HDL und Bluthochdruck hinzu, ist das Herzinfarkt-Risiko um das 14- bzw. 22-fache erhöht.
Es gilt also, vorhandene beeinflussbare Risikofaktoren zu erkennen und positiv zu verändern. - Eine Senkung des Cholesterinspiegels ist in jedem Fall anzustreben: Liegt ein niedriger Cholesterinspiegel vor, kommen andere Risikofaktoren nicht so stark zum Tragen.
- Mit jedem Prozent Cholesterinsenkung reduziert sich das Herzinfarktrisiko um 2,5 Prozent!
- Hören Sie auf zu rauchen.
- Nehmen Sie bei Übergewicht unbedingt ab.
- Achten Sie auf eine gesunde, Ihrem Energieverbrauch angemessene Ernährung.
- Eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht verringert nicht nur die erhöhten Blutfettwerte, sondern wirkt sich gleichzeitig positiv aus auf Bluthochdruck und Zuckerkrankheit als weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Lassen Sie Ihre Zuckerkrankheit oder den erhöhten Blutdruck mit entsprechenden Medikamenten gut einstellen.
- Bewegen Sie sich regelmäßig. Regelmäßige Bewegung, vor allem Ausdauersport, fördert nicht nur das körperliche Wohlgefühl, sondern sorgt außerdem für seelischen Ausgleich.
Cholesterinspiegelsenkung durch gesunde Ernährung Wer sich fleisch- und fettreich ernährt, ist besonders gefährdet für einen erhöhten Cholesterinspiegel. Bereits im Kindes- und Jugendalter kann gezielte Vorsorge betrieben werden. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist die erste Maßnahme zur Vorbeugung der Arteriosklerose bei erhöhten Blutfettwerten.
Basis einer gesunden und cholesterinbewussten Ernährung ist eine optimale Verteilung der Nährstoffe. So sollte die tägliche Zufuhr von Kohlenhydraten mehr als 50%, von Protein (Eiweiß) 8 bis 10% und die Gesamtfettzufuhr maximal 30% der Energiezufuhr ausmachen. Tatsächlich verzehren die Deutschen durchschnittlich 40% Fett. Dabei liegt besonders der Anteil der gesättigten Fettsäuren zu hoch und die Zufuhr der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu niedrig.
Grundsätzlich ist also ein sparsamer Umgang mit Fett wichtig, aber auch die Qualität der Fette spielt eine entscheidende Rolle: - Vor allem gesättigte Fettsäuren, wie sie in tierischen Lebensmitteln vorkommen, treiben den Gesamtcholesterin- und Triglyceridspiegel in die Höhe. Deshalb sollte die Zufuhr an gesättigten Fettsäuren unbedingt verringert werden, indem Lebensmittel, die viel verstecktes, tierisches Fett enthalten, stark eingeschränkt werden, z.B. Butter, Sahne, Käse, Vollmilchprodukte, Wurst, Speck, Fleisch, Schmalz, Talg.
- Statt dessen sollten fettarme Fleisch-, Wurst- und Käsesorten sowie fettarme Milchprodukte bevorzugt werden. Oder fettmodifizierte Lebensmittel, bei denen ein Teil der tierischen Fette durch hochwertige Pflanzenfette ersetzt wurde.
- Leckereien wie Kuchen, Schokolade, Kartoffelchips etc. sind ebenfalls sehr fettreich.
- Wer versteckte und sichtbare Fette tierischen Ursprungs einspart, der profitiert doppelt: Diese Ernährungsumstellung führt automatisch zu einer verminderten Cholesterinaufnahme, die unter 300 mg pro Tag liegen sollte. Sehr cholesterinreich sind Eier, Innereien sowie Schalen- und Krustentiere.
- Zum Kochen, Braten, Backen und als Streichfett sollten Pflanzenöle und -fette mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Distelöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Weizenkeimöl, Diät-Pflanzenöl, Diät-Margarine; Walnüsse) bevorzugt werden, da sie den Cholesterinspiegel senken können.
- Einfach ungesättigte Fettsäuren haben eine neutrale Wirkung auf das Gesamtcholesterin. Sie kommen z.B. in Olivenöl, Rapsöl, Mandeln, Haselnüssen, Erdnüssen und Avocado vor.
Eine gesteigerte Aufnahme von Ballaststoffen wird allgemein als Bestandteil einer gesunden Ernährungsweise empfohlen. Ballaststoffe sind ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Sie sorgen für eine langanhaltende Sättigung, liefern kaum Kalorien und haben einen günstigen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Hauptbestandteil der Ernährung sollten also pflanzliche Lebensmittel sein, also Kartoffeln, Vollkornprodukte, Salat. Die Aufnahme von löslichen Ballaststoffen, die den Cholesterinspiegel besonders effektiv senken, kann durch den gesteigerten Verzehr von Obst, Gemüse und Haferkleie erhöht werden. Einen besonders hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen haben die Indischen Flohsamenschalen. Zusammenfassend kann man folgende Ernährungstipps geben: - 5 mal täglich Obst und Gemüse
- mehrmals täglich Vollkornprodukte
- 2 mal pro Woche Fisch
- pflanzliche Fette bevorzugen
- versteckte tierische Fette stark einschränken
Senkung der Triglyceride durch Omega-3-Konzentrat / Gesundheit aus dem Meer Hohe Triglyceridwerte im Zusammenhang mit niedrigen HDL-Werten (besonders typisch für Diabetiker) erhöhen das Arteriosklerose-Risiko stärker als andere Risikofaktoren, beeinflussen negativ den Blutfluss und sind an der Bildung von Thromben (Blutgerinnseln) direkt beteiligt. Eine Senkung der Triglyceride schützt vor diabetischen Spätfolgen!
Hoch gereinigte, aus Fischöl gewonnene Omega-3-Konzentrate sind für die Fettstoffwechselstörung des Diabetikers besonders wertvoll: Sie besitzen eine ausgeprägt triglyceridsenkende Wirkung. Verantwortlich hierfür sind die besonders langkettigen, mehrfach ungesättigten, auch als Eicosane bezeichneten Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).
Darüber hinaus üben sie zusätzlich einen positiven Einfluss auf weitere Risikofaktoren der Arteriosklerose aus: - Sie senken den Cholesterin- und LDL-Wert.
- Sie wirken leicht blutdrucksenkend.
- Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und beugen Thrombosen (Blutgerinnseln) vor, indem sie die Zusammenballung der für die Blutgerinnung verantwortlichen Blutplättchen (Thrombozyten) hemmen.
- Sie besitzen entzündungshemmende, die Blutgefäße schützende und stark durchblutungsfördernde Eigenschaften.
Führende Experten bezeichnen daher Omega-3-Konzentrate als Mittel der Wahl zur Vorbeugung diabetischer Spätkomplikationen. Seefische wie Makrele, Hering und Lachs haben einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Jedoch können die notwendigen Mengen an Omega-3-Fettsäuren bei erhöhtem Bedarf, wie er im Fall der Zuckerkrankheit vorliegt, über die Nahrung allein nicht zugeführt werden. Um einen Schutzeffekt auf Herz und Kreislauf zu erzielen, ist die regelmäßige Einnahme kontrollierbarer Mengen erforderlich. Nur die Apotheke verfügt über klinisch gut erprobte, rezeptfreie Arzneimittel, die nach den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes für die Indikation "Senkung erhöhter Triglyceride" offiziell zugelassen sind. Die tägliche Dosis an Omega-3-Fettsäuren sollte bei mindestens 1 g liegen. Dies entspricht vier Kapseln mit 750 mg bzw. sechs Kapseln mit 500 mg Omega-3-Konzentrat. Die Einnahme sollte zu den Mahlzeiten erfolgen. Patienten allerdings, die bereits gerinnungshemmende Mittel einnehmen, sollten vor der zusätzlichen Einnahme von Omega-3-Konzentraten ihren Arzt befragen, um eventuelle Wechselwirkungen auszuschließen. Lesen Sie auch: Arteriosklerose - Gefahr für Herz und Kreislauf Arteriosklerose - Risikofaktoren erkennen und begegnen Teil 1 Arteriosklerose - Risikofaktoren erkennen und begegnen Teil 2 Arteriosklerose - Vorbeugen mit Naturheilmitteln
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