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Arteriosklerose - Risikofaktoren erkennen und begegnen Teil 2 Drucken E-Mail
Neben erhöhten Blutfettwerten spielen noch andere Risikofaktoren bei Entstehung und Fortschreiten der Arteriosklerose eine große Rolle

Risikofaktor Bluthochdruck
Etwa 38 Millionen Deutsche haben mäßig oder stark erhöhte Blutdruckwerte. Bluthochdruck gilt als klassischer Risikofaktor für den Schlaganfall. Mit steigendem Blutdruck erhöht sich jedoch auch das Herzinfarktrisiko. Durch den Hochdruck werden die Gehirn- und die Herzkranzgefäße geschädigt, Cholesterin kann sich dadurch leichter ablagern.

Anzustrebende Normalwerte für den Blutdruck sind:

  • oberer (systolischer) Wert:  unter 140 mm Hg
  • unterer (diastolischer) Wert: unter   90 mm Hg

Da bei Bluthochdruck-Patienten das Cholesterin besonders häufig erhöht ist, sollten diese ihre Cholesterinwerte unbedingt messen lassen. Denn nicht nur eine Normalisierung des Blutdrucks, sondern auch eine konsequente Senkung erhöhter Cholesterinwerte senken das Infarktrisiko erheblich.

Risikofaktor Rauchen
Rauchen ist ein schwerwiegender Risikofaktor, nicht nur für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rauchen ist mit einem erniedrigten Spiegel an gefäßschützendem HDL verbunden und beschleunigt daher den Prozess der Arteriosklerose. Deshalb sollten Raucher, die das Aufhören nicht schaffen, alles dafür tun, dass die Cholesterinwerte im Normalbereich liegen.

Risikofaktor Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
In Deutschland leiden mehr als 7 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Nahezu alle Diabetiker haben gleichzeitig auch eine Fettstoffwechselstörung, in rund 80 Prozent dieser Fälle handelt es sich dabei um erhöhte Triglyceridspiegel. Eine Arteriosklerose beginnt bei Diabetikern daher früher und verläuft schwerer als beim Nichtdiabetiker. Bei vielen Betroffenen kommt es zu Spätkomplikationen wie Augen- und Nierenschäden, Herzinfarkt oder die Entwicklung des "diabetischen Fußes" bis hin zur Amputation. Diabetiker sterben zwei- bis dreimal häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bis zu sechsmal so häufig an Herzinfarkt wie Nichtdiabetiker. Für Diabetiker ist es daher besonders wichtig, nicht nur ihren Blutzucker optimal einzustellen, sondern auch erhöhte Blutfettwerte zu normalisieren.

Ein gut eingestellter Diabetiker sollte folgende Werte anstreben:

  • Triglyceride:  unter 150 mg/dl (Nüchternwert)
  • Gesamtcholesterin: unter 200 mg/dl
  • LDL-Cholesterin:  unter 100 mg/dl
  • HDL-Cholesterin:  über    40 mg/dl

Risikofaktor Übergewicht
Übergewicht zieht häufig weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich. Es kann den Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterinspiegel erhöhen und das HDL-Cholesterin erniedrigen. Zur Beurteilung des Körpergewichts wird häufig der Body-Mass-Index (BMI) verwendet, der wie folgt berechnet wird:

                Körpergewicht in Kilogramm
   BMI =  -----------------------------------------------------------
                Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter

Beispiel: Bei einem Körpergewicht von 65 kg und einer Körpergröße von 1,75 m beträgt der

                            65
              BMI =    --------------------    = 21,2
                           1,75 x 1,75

Haben Sie Übergewicht ?

  • BMI unter 25: Sie haben kein Übergewicht
  • BMI 25 bis 30: Sie haben mäßiges Übergewicht
  • BMI über 30: Sie haben starkes Übergewicht

Risikofaktor Bewegungsmangel
Studien haben gezeigt, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit abnehmender Fitness um das drei- bis fünffache ansteigt. Regelmäßige Bewegung dagegen senkt das Risiko: Das gefäßschützende HDL-Cholesterin steigt, Übergewicht wird abgebaut, der Blutdruck wird gesenkt. Günstig sind vor allem Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Joggen, Walken (schnelles Gehen), Wandern oder Skilanglauf. Sie sollten diese Ausdauersportarten regelmäßig betreiben, jedoch ohne sich dabei zu überanstrengen. Der Pulsschlag pro Minute sollte beim Trainieren einen gewissen Höchstwert nicht überschreiten Dieser Höchstwert errechnet sich nach der Formel: 180 minus Lebensalter. Diese Belastung sollte 2 bis 3mal pro Woche, besser sogar täglich über mindestens 30 Minuten beibehalten werden.
Wenn Sie Medikamente einnehmen, einen erhöhten Blutdruck haben, herzkrank sind oder Sportanfänger, dann sollten Sie vorher Ihren Arzt befragen.

Es muss aber nicht immer Sport sein. Sie können Ihre körperliche Aktivität am Tag auch steigern, indem Sie anstelle des Aufzugs die Treppe benutzen, in der Mittagspause einen Spaziergang machen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder den Weg zum Briefkasten zu Fuß zurücklegen. Bereits 30 Minuten leichte körperliche Aktivitäten am Tag können das Herz-Kreislauf-Risiko beträchtlich senken.

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