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Arteriosklerose - Gefahr für Herz und Kreislauf Drucken E-Mail
Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland wie in allen westlichen Industrienationen die häufigste Krankheits- und Todesursache. Über 400.000 Menschen starben 1999 in Deutschland an deren Folgen. Jedes Jahr erleiden rund 135.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt, der für etwa 60 Prozent der Betroffenen tödlich endet. Aber nicht nur ältere Menschen sind betroffen, sondern immer mehr junge Menschen erkranken an Herz und Kreislauf.

An der Entwicklung der häufig zugrundeliegenden Arteriosklerose sind bei vielen Menschen vor allem eine falsche Ernährung und ein ungesunder Lebensstil beteiligt, z.B. mangelnde körperliche Aktivität, übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum. In der Folge stellen sich erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit als die klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen ein.

Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen meist am Ende einer Entwicklung, in deren Verlauf es zu krankhaften Veränderungen der Schlagadern (Arterien) kommt, der Arteriosklerose, im Volksmund auch als ,,Arterienverkalkung" bezeichnet. Dieser Prozess beginnt schon in jungen Jahren und verläuft zunächst unerkannt. Erst nach Jahren und Jahrzehnten zeigen sich gesundheitliche Probleme, wie Engegefühl in der Brust, Vergesslichkeit, Schwindel, Nierenfunktionsstörungen oder Schmerzen beim Gehen.

Die Arteriosklerose beginnt mit der Einlagerung von Fettstoffen aus dem Blut - später auch Calcium ("Kalk") - in die Innenwände der Arterien. Begünstigt werden diese Fetteinlagerungen durch erhöhte Blutfettwerte, insbesondere von Cholesterin, aber auch von Triglyceriden. Auch ist die Innenwand der Arterien häufig bereits durch Entzündungen vorgeschädigt und aufgerauht. Dies erleichtert die Anlagerung der Fettstoffe und von Blutplättchen (Thrombozyten), es bilden sich die sogenannten "Plaques". Da sich diese Vorgänge ständig wiederholen, verengen sich die Blutgefäße  zunehmend, verlieren ihre Elastizität und die Gefäßwand verhärtet sich (skleros = griech.: hart). Die Folge: Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen, der Blutdruck steigt an, lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend durchblutet und nicht mehr genügend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Wenn die angelagerten Blutplättchen mit weiteren im Blut vorhandenen Plättchen verklumpen, kann sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden, das das Gefäß teilweise oder vollständig verschließen kann. Ist eine Arterie vollständig verstopft, so stirbt das Gewebe im Versorgungsbereich des Gefäßes ab.

Je nachdem, welche Gefäße sich krankhaft verändern, kann es zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Verengen sich die Herzkranzgefäße (Koronargefäße), spricht man von koronarer Herzkrankheit. Die Mangeldurchblutung des Herzmuskels äußert sich im fortgeschrittenen Stadium in einem beengenden Brustschmerz (Angina pectoris). Wird ein Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel vollständig verschlossen, kommt es zum Herzinfarkt.
  • Im Gehirn kann die Arterienverkalkung zum Schlaganfall führen, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. Die Hirnregion, die von dem verstopften Blutgefäß versorgt wurde, stirbt ab. Dadurch kommt es zu Ausfallerscheinungen (Lähmungen, Sprachstörungen).
  • Arterienverkalkung in den Nierengefäßen verursacht in der Regel einen zu hohen Blutdruck und kann bis zum Nierenversagen führen.
  • Arterienverkalkung in den Beinen führt zu Durchblutungsstörungen. Die Beinmuskulatur leidet Mangel an Sauerstoff. Anfangs kommt es nur in Verbindung mit größeren Belastungen, später auch beim Gehen kurzer Strecken zu Schmerzen ("Schaufensterkrankheit", "Raucherbein"). Wenn die betroffene Arterie völlig verstopft ist, stirbt das versorgte Gewebe ab. Das Bein verfärbt sich braun-schwarz, es kommt zum Brand oder Gangrän, das Bein muss amputiert werden.

Lesen Sie auch:

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